Ärzte Zeitung online, 28.04.2009

Verbraucherzentrale warnt vor Nahrungsergänzungsmitteln

DÜSSELDORF (dpa). Vor möglichen Gesundheitsgefahren durch Nahrungsergänzungsmittel hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gewarnt. Zu hoch dosiert oder falsch angewendet könnten die Mittel die Gesundheit schädigen, berichtete die Verbraucherzentrale (VZ) am Montag in Düsseldorf.

Für ältere Menschen, die Medikamente nehmen, könnten die Ergänzungsmittel sogar lebensgefährlich werden. "Deshalb sollten Verbraucher ihren Arzt fragen, ob solche Mittel für sie unbedenklich sind", sagte VZ-Ernährungsexpertin Angela Clausen. Die Hersteller seien nicht verpflichtet, auf Risiken hinzuweisen.

Ergänzungsmittel dürfen überall verkauft werden, etwa in Lebensmittelgeschäften und Drogerien. Die VZ fordert deshalb für die Verkäufer einen Sachkundenachweis, wie er auch bei frei verkäuflichen Arzneimitteln oder Pestiziden erforderlich ist.

Nach Angaben der VZ geben die Deutschen jährlich rund 1,3 Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel aus. Die Pillen, Pülverchen oder Säfte sollen laut Werbung zum Beispiel Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit verbessern oder vor Erkrankungen schützen.

www.vz-nrw.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »