Ärzte Zeitung online, 30.04.2009

Zwei in Darfur entführte Helferinnen wieder frei

PARIS (dpa). Nach 26 Tagen Geiselhaft im sudanesischen Darfur sind zwei Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation Aide Médicale Internationale (AMI) wieder frei. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy dankte am Donnerstag allen, die zum glücklichen Ausgang des Dramas beigetragen hätten.

Die Französin und die Kanadierin waren am 4. April von arabischen Reitermilizen verschleppt worden, die sich "Falken zur Befreiung Afrikas" nennen.

Die Geiselnehmer drohten, beide Frauen zu töten, wenn Frankreich nicht sechs Mitarbeitern der Hilfsorganisation "Arche de Zoé" erneut den Prozess mache, die im Herbst 2007 rund 100 vermeintliche Waisenkinder aus dem Tschad nach Frankreich schleusen wollten.

Ein tschadisches Gericht hatte die sechs Helfer zu je acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie durften jedoch später nach Frankreich ausreisen und wurden vom tschadischen Präsidenten Idriss Déby begnadigt.

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