Ärzte Zeitung online, 13.05.2009

Studie: Riesentrucks bringen nichts für Klimaschutz

KARLSRUHE (dpa). Riesige Trucks können nach Überzeugung von Karlsruher Wissenschaftlern langfristig nur wenig zum Schutz des Klimas beitragen. Durch die Lastwagen, die mehr als 25 Meter lang und bis zu 60 Tonnen schwer werden können, werde die Umwelt zwar in den ersten Jahren auf der Straße entlastet, auch die Zahl der kilometerlangen Staus verringere sich. Sie seien aber wegen ihrer Transportkraft starke Konkurrenten für die Bahn.

"Die Zulassung von Megatrucks ist klima- und verkehrspolitisch kein Allheilmittel", sagte Projektleiter Claus Doll vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe. "In den ersten fünf Jahren sinkt zunächst der CO2-Ausstoß, weil die Megaliner dann noch effizienter sind", sagte Doll. Danach komme es allerdings zur Umstellung der logistischen Prozesse, also der Verlagerung vom bislang auf Schienen transportierten Gütern auf die Straße. Die Folge: Der Ausstoß steige langfristig, warnt das ISI in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Nach der Fraunhofer-Studie, die im Auftrag der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen und Infrastrukturunternehmen (CER) durchgeführt wurde, wären durch eine Verlagerung von der Schiene auf die Straße vor allem die Märkte für hochwertige Produkte und Containertransporte betroffen. In diesem Segment könnten zwischen 10 und 30 Prozent der Bahngütertransporte auf die Straße verlagert werden, heißt es in der Untersuchung.

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