Ärzte Zeitung online, 14.05.2009

Deutsche weniger "öko" als angenommen

HAMBURG (dpa). Die Bevölkerung in Deutschland ist in manchen Lebensbereichen weniger "öko" als gemeinhin angenommen. Nach einer Studie der National Geographic Society, die Konsumentenscheidungen in 17 Ländern (17 000 Befragte via Internet) erforscht und auf ihre Nachhaltigkeit hin verglichen hat, mangelt es am Umweltbewusstsein der Deutschen.

Zwar sind 43 Prozent von ihnen wegen aktueller Umweltprobleme beunruhigt, der Durchschnitt in den untersuchten Ländern liege aber bei 55 Prozent. Nur 14 Prozent der Deutschen fühlten sich für ökologische Probleme verantwortlich, der Durchschnittswert liegt bei 31 Prozent. Auch beim Klimawandel bleiben die Menschen hierzulande gelassen: Nur knapp jeder Dritte glaubt, dass dieser sein Leben verschlechtern wird. In anderen Ländern befürchtet dies die Hälfte der Bevölkerung.

Insgesamt rangiert Deutschland bei der "Greendex"-Studie mit Platz Zehn nur im Mittelfeld, hat aber sein Umweltverhalten den Angaben zufolge verglichen mit dem Vorjahr leicht verbessert. Es wurde in Bezug auf Haushalt, Transport, Essen und Konsum erfragt. Pluspunkte in der deutschen "Öko"-Bilanz sind der Einsatz von Energiesparlampen, kaum privat genutzte Klimaanlagen, isolierte Häuser und bewussteres Heizen angesichts steigender Kosten. Minuszeichen stehen im internationalen Vergleich vor einem hohen Trinkwasserkonsum aus Flaschen sowie dem Vorzug des Autos vor der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Den ersten Platz hat erneut Indien erreicht, die USA rangierten wieder an letzter Stelle.

Zur Homepage der "Greendex"-Studie

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