Ärzte Zeitung online, 14.05.2009

Familienname kann nicht einfach geändert werden

KOBLENZ (dpa). Der bloße Wunsch, einen anderen Nachnamen zu tragen, reicht für eine Namensänderung nicht aus. Der Familienname eines Menschen sei "grundsätzlich für die gesamte Lebenszeit erworben und nicht frei abänderbar", teilte das Verwaltungsgericht Koblenz am Donnerstag nach einer Entscheidung mit.

Im vorliegenden Fall hatte ein volljähriger Mann seinen Familiennamen ändern wollen. Er trug den Namen des verstorbenen ersten Ehemanns seiner Mutter. Zum einen kannte er diesen Mann nicht, zum anderen war er auch nicht sein leiblicher Vater. Stattdessen wollte er den Namen seines leiblichen Vaters übernehmen, der mit seiner Mutter zusammen lebte.

Dieser Antrag wurde abgelehnt, da der junge Mann "keinen wichtigen Grund für eine Namensänderung geltend" gemacht habe. Seine Klage vor dem Verwaltungsgericht blieb ebenfalls ohne Erfolg. Nur die Tatsache, dass er es "unzumutbar" finde, den Namen eines für ihn fremden Mannes zu tragen, reiche nicht aus, urteilten die Richter.

Az.: 5 K 279/09.KO

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