Ärzte Zeitung online, 15.05.2009

Schutz für Opfer von Gewalttaten erweitert

BERLIN (dpa). Werden deutsche Staatsbürger im Ausland Opfer einer Gewalttat, erhalten sie künftig eine staatliche Entschädigung. Umgekehrt können auch Ausländer, die sich zeitweilig in Deutschland aufhalten, unter bestimmten Voraussetzungen Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz geltend machen. Der Bundesrat billigte am Freitag die zuvor vom Bundestag verabschiedete Novelle.

Die Regelungen galten bisher nur im Inland und auch nicht für Personen, die sich nur vorübergehend hier aufhalten. Künftig hätten deutsche Opfer von Anschlägen wie in Djerba 2002 und ausländische Opfer wie beim Mordanschlag in Solingen 1993 Anspruch auf Entschädigung.

Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit erhalten Ansprüche, wenn sie mit dauerhaft in Deutschland lebenden Personen bis zum dritten Grad (beispielsweise Onkel und Tanten) verwandt sind. Entschädigt werden Kosten der Heilbehandlung. Für Opfer von Straftaten im Ausland ist zudem eine von der Schädigung abhängige pauschale Entschädigung zwischen 714 und 25 632 Euro vorgesehen.

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