Ärzte Zeitung online, 18.05.2009

Goethes Zwischenkiefer-Knochen in Düsseldorf

DÜSSELDORF (dpa). Als Dichter genießt Goethe unumstrittenen Weltruhm. Als hervorragender Kenner von Medizin und menschlicher Anatomie ist der Geheimrat aus Weimar nur wenigen bekannt. "Goethe und die Heilkunde" ist das Thema der Sommerausstellung, die bis zum 23. August im Düsseldorfer Goethe-Museum zu sehen ist.

Die rund 170 Exponate beleuchteten Goethes hohes Interesse an einer "ganzheitlichen Medizin", teilte das Literatur-Museum am Montag mit. Zudem habe er sich ebenso für die medizinische Lehre und Praxis interessiert - und nicht zuletzt als Patient "mehrfach zwischen Leben und Tod gestanden".

Historische Dokumente vom März 1784 zeigen Goethe als Entdecker des Zwischenkiefer-Knochens beim Menschen. Weitere Aspekte der Ausstellung befassen sich mit der Bedeutung der Ernährungslehre, der Heilmittel oder der Badekuren. Goethes Kenntnisse der frühen "Seelenkunde" sind mehrfach - wie etwa bei den "Leiden des jungen Werther" - in die Werke des Schriftstellers und Denkers eingeflossen.

Internet: www.goethe-museum-kippenberg-stiftung.de

Topics
Schlagworte
Panorama (30661)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »