Ärzte Zeitung online, 20.05.2009

Totenschein für eine Lebende

NORDHORN (dpa). Eine 89-Jährige Frau ist im niedersächsischen Nordhorn von einem Notarzt fälschlicherweise für tot erklärt worden. Der Irrtum fiel erst eine Stunde später einem Bestatter auf, der die Frau abholen wollte und sie lebend vorfand. Die Frau starb dann vier Tage später in einer Klinik. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Mittwoch die Staatsanwaltschaft in Osnabrück. Gegen den 33 Jahre alten Notarzt wird ermittelt.

Die Frau war Ende April in ihrem Badezimmer gestürzt. Nachbarn alarmierten den Notarzt. Dieser fasste die 89-Jährige an und stellte fest, dass sie sich kalt und steif anfühlte. Die gesetzlich vorgeschriebene Leichenschau verschob der Notarzt zunächst auf später.

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