Ärzte Zeitung online, 20.05.2009

Kopf-Op mit der Bohrmaschine

SYDNEY (dpa). Eine Bohrmaschine als Lebensretter: Ein australischer Landarzt hat mit dem Werkzeug den Schädel eines Jungen aufgebohrt, der an Hirnblutungen zu sterben drohte. Der 13-Jährige war in die Praxis in Maryborough, 170 Kilometer nördlich von Melbourne, gebracht worden, weil er vom Fahrrad gefallen war und über Kopfschmerzen klagte, berichtete eine Zeitung am Mittwoch. Der Arzt stellte eine Fraktur und Hirnblutungen fest.

Der zunehmende Druck im Kopf hätte den Jungen binnen Minuten getötet, hieß es weiter. Kurzentschlossen griff Rob Carson zur Bohrmaschine eines Handwerkers und bohrte ein Loch in den Schädel des Jungen. So konnte das Blut abfließen. "Wenn du in so einer Situation bist, tust du einfach solche Sachen", sagte der Arzt der Zeitung. Der 13-Jährige erholte sich nach der ungewöhnlichen OP rasch. Fachärzte lobten Rob Carson für seine lebensrettende Idee.

Topics
Schlagworte
Panorama (30167)
Krankheiten
Kopfschmerzen (1494)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »