Ärzte Zeitung, 26.05.2009

Länder verbieten Red-Bull-Cola

HAMBURG (dpa). Nach dem Fund von Kokainspuren in der Cola von Red Bull haben die Aufsichtsbehörden mehrerer Bundesländer das Getränk aus dem Verkehr gezogen.

Nach Hessen und Nordrhein-Westfalen bestätigten auch Thüringen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Bayern ein entsprechendes Verkaufsverbot. In Baden-Württemberg dagegen bleibt die Cola vorerst in den Regalen. Zwar sei die Cola nicht gesundheitsgefährdend, sie verstoße aber gegen Lebensmittelrecht, begründete das Gesundheitsministerium in Thüringen die Entscheidung. Auch wenn die Substanz unbedenklich sei, handele es sich dennoch um ein Betäubungsmittel.

Das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Nordrhein-Westfalen (LIGA) hatte in der Cola Kokainspuren gefunden (wir berichteten). Offenbar stammen sie von einem dekokainierten Cocablatt-Extrakt. Damit sei die Cola kein Lebensmittel mehr, so das Bundesverbraucherschutzministerium, sondern ein Betäubungsmittel. Red Bull kritisierte das Verbot und verweist darauf, dass diese Extrakte weltweit als Aromen eingesetzt werden.

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