Ärzte Zeitung online, 26.05.2009

Sicherheitsmängel bei Auto-Kindersitzen

MÜNCHEN (dpa). Bei der Sicherheit von Auto-Kindersitzen sieht der ADAC bei einigen Herstellern noch erheblichen Nachholbedarf. Bei einem gemeinsamen Test des Autoclubs und der Stiftung Warentest fielen vier von 22 geprüften Kindersitzen mit der Gesamtnote "mangelhaft" glatt durch.

Einer dieser vier Sitze - der "Alpin Daisy" - versagte beim Seitencrash. Die drei anderen wurden wegen ungenügender Sicherheit beim Frontal-Crash mit "mangelhaft" bewertet, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte. Dabei handelte es sich um den "Emmaljunga First Class 0+ mit Base (Isofix)", den "IWH Babymax Isofix+Basis" sowie den "IWH Megamax Isofix+Basis".

Bei diesen drei Modellen ging laut ADAC entweder der Sitz zu Bruch oder der Gurt des Kindersitzes riss aus und die Messpuppe flog beim Test durch das Fahrzeug. Bei den Maßstäben für den Frontal-Crash sei man über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgegangen und habe sich an Belastungen orientiert, wie sie bei realen Unfällen vorkommen, erläuterte der Autoclub. Deshalb habe man zum Beispiel einen Crash mit einem Tempo von 64 Kilometern pro Stunde simuliert und auch auf den Seitenaufprallschutz geachtet, denn Kinder seien bei seitlichen Kollisionen besonders gefährdet.

Es gebe aber in allen Klassen "gute" oder "befriedigende" Kindersitze, teilte der ADAC mit. Bei dem Test erreichte allerdings kein Sitz die Bestnote "sehr gut", zehn schnitten mit "gut", sieben mit "befriedigend" und einer mit "ausreichend" ab.

Topics
Schlagworte
Panorama (30155)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »