Ärzte Zeitung online, 26.05.2009

Klimawandel führt zu Tierseuchen

PARIS (dpa). Der Klimawandel führt nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE zum Wiederaufflackern oder zum neuen Auftauchen von Tierseuchen. "Wir dürfen diese Wirklichkeit nicht ignorieren", erklärte OIE-Generaldirektor Bernard Vallat am Montag auf der OIE-Jahresversammlung in Paris. Die Veterinärdienste müssten weltweit ausgerüstet werden, um mit dem Problem umzugehen. 

Eine Studie, an der 126 der 174 OIE-Länder teilnahmen, zeigt das Vordringen zahlreicher Tierkrankheiten mit dem Klimawandel. Im Vordergrund stehen die Blauzungenkrankheit der Huftiere, das Rift-Valley-Fieber und das Westnil-Fieber.

58 Prozent der Teilnehmerländer erklärten, mindestens eine Krankheit sei wegen des Klimawandels in ihrem Gebiet neu oder wieder aufgetaucht. 71 Prozent zeigten sich "sehr besorgt" über den Einfluss der Erderwärmung auf die Tiergesundheit.

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