Ärzte Zeitung online, 26.05.2009

14-Jähriger trank drei Flaschen Wodka und Korn

CELLE (dpa). Es ist ein erschreckender Fall von "Komasaufen": Ein 14-Jähriger im niedersächsischen Wietze bei Celle, der am Wochenende mit 4,9 Promille gefunden wurde, hatte literweise Hochprozentiges getrunken. Der Junge sei mit zwei Flaschen Wodka bei einer Party aufgetaucht und habe diese ohne abzusetzen ausgetrunken, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Anschließend entriss der Schüler einem anderen Gast eine Flasche Korn, trank diese ebenfalls aus und verließ die Party. Wenige Stunden später entdeckte ein Passant den leblosen Jungen in einem Bushäuschen. Erst nach einer Blutwäsche in der Medizinischen Hochschule Hannover war er außer Lebensgefahr.

   Woher der 14-Jährige den Alkohol hatte, ist laut Polizei noch unklar. Er soll nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus an diesem Mittwoch befragt werden. Danach werde entschieden, ob Ermittlungen gegen die Eltern oder andere Personen nötig sind, die ihm möglicherweise den Alkohol gegeben haben, sagte der Sprecher.

   "Sich aus dem Leben schießen, ist nicht cool", erklärte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) am Dienstag. Jedem Jugendlichen müsse klar werden, dass ein solches Imponiergehabe lebensbedrohlich ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »