Ärzte Zeitung online, 02.06.2009

Familiennetzwerk schaltet Gericht gegen RTL ein

HAMBURG(dpa). Das deutsche Familiennetzwerk, ein bundesweiter Verbund aus knapp 100 Organisationen, hat ein Kölner Gericht eingeschaltet, um die RTL-Reihe "Erwachsen auf Probe" zu stoppen. Das Netzwerk beantragte beim Verwaltungsgericht einen Erlass auf einstweilige Anordnung, wie Anwalt Frank Roeser im Auftrag des in Hollern (Niedersachsen) ansässigen Vereins Familien e.V., dem Dachverein des Familiennetzwerks, am Dienstag mitteilte.

Die seit Wochen umstrittene Reihe "Erwachsen auf Probe" soll an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) anlaufen. In ihr sollen Teenager den Umgang mit Babys und Kleinkindern lernen.

Ziel des Antrags sei es, die Ausstrahlung von "Erwachsen auf Probe" zu verhindern, da "gravierende Menschenwürdeverletzungen" befürchtet würden. Kinder würden "zu Objekten herabgewürdigt, ihre Menschenwürde wird schwer verletzt", hieß es. Zudem werde dem Fernsehzuschauer suggeriert, dass die Vermietung von Kindern "normal" geworden sei. "Bereits schwangere Mädchen im Teenageralter könnten durch die Sendungen, in denen vollkommen überforderte Teenager-Pärchen in - aus pädagogischer und familiärer Sicht - abschreckender Art und Weise gezeigt werden, ermuntert und geradezu aufgefordert werden, die Schwangerschaft abzubrechen oder ihr Kind abzutreiben".

Topics
Schlagworte
Panorama (30361)
Organisationen
RTL (111)
Krankheiten
Schwangerschaftsprobleme (2360)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »