Ärzte Zeitung online, 02.06.2009

Pathologen für Tierversuch-Alternative geehrt

MAINZ(dpa). Für eine Alternative zu Tierversuchen sind drei Mainzer Forscher mit einem Preis des Landes Rheinland-Pfalz geehrt worden. Die mit 20 000 Euro verbundene Auszeichnung ging an Christine Pohl, Maria Iris Hermanns und Charles James Kirkpatrick vom Institut für Pathologie der Mainzer Universitätsmedizin, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium am Dienstag mitteilte.

Die Forscher haben eine Methode entwickelt, um Chemikalien, Stoffe für Kosmetika und Arzneimittel in ihrer Wirkung auf die Atemwege zu testen - das geht ohne Tiere, stattdessen kommen Zellkulturen zum Einsatz.

Landesumweltministerin Margit Conrad (SPD) appellierte an die Wissenschaft, noch stärker nach einem Ersatz für Tierversuche zu suchen. "Wir brauchen Alternativen." Die Auszeichnung wolle bewusst Anreize für junge Forscher setzen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30157)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »