Ärzte Zeitung online, 04.06.2009

Kita-Streiks gehen weiter

DÜSSELDORF(dpa). Die Beschäftigten kommunaler Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen haben auch am Donnerstag weiter gestreikt - allerdings wurde die Zahl der Aktionen reduziert. Etwa 3500 Erzieher und Sozialarbeiter ließen in 250 Einrichtungen die Arbeit ruhen.

"Wir wollen den Eltern hier und da eine Verschnaufpause geben. Es ist durchsichtige Taktik der Arbeitgeber, die Betroffenen zu zermürben und gegen die Arbeitnehmerseite aufzubringen", sagte der Sprecher der Gewerkschaft ver.di, Günter Isemeyer, am Donnerstag. Auch in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in Sachsen sollte gestreikt werden.

Am Freitag werde entgegen der ursprünglichen Ankündigung in einzelnen Regionen weiter gestreikt, sagte der ver.di-Sprecher in Nordrhein-Westfalen: "In Dortmund beispielsweise steht eine starke Elternschaft hinter den Erziehern. Da wollen wir weiter Druck aufbauen." Die Gewerkschaft erwarte täglich ein neues Angebot der Arbeitgeberseite, über das unverzüglich geredet werden könne. Sollte es ausbleiben, würden die Streiks in den Kitas des Landes fortgesetzt und in der nächsten Woche in verschiedenen Regionen abgewechselt.

Ver.di fordert für die Beschäftigten unter anderem einen tarifrechtlich geregelten Gesundheitsschutz und mehr Geld. In der vergangenen Woche waren Gespräche zwischen den Tarifparteien gescheitert.

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