Ärzte Zeitung online, 09.06.2009

Nach Affenbiss: Zoo-Chef muss weiter um Finger bangen

BERLIN(dpa). Der von einem Affen gebissene Berliner Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz (55) muss weiter um seinen rechten Zeigefinger fürchten. Schimpanse "Pedro" hatte am Montag zugebissen, als der Zoo-Chef ihn durch ein Gitter füttern wollte. Danach hat ein Chirurgenteam den Finger in einer achtstündigen Operation wieder angenäht.

Am Dienstag erklärte Chefarzt Privatdozent Andreas Eisenschenk im Unfallklinikum Berlin-Marzahn, es gebe Anzeichen für eine Infektion. Deshalb sollte noch am Abend entschieden werden, ob der Finger doch amputiert werden müsse.

"Die Operation ist technisch gelungen", sagte Eisenschenk. Jedoch zeigten sich an den Wundrändern Rötungen, dies könne schnell zu Komplikationen führen.

Die Tierrechtsorganisation Peta hat am Dienstag den Rücktritt von Blaszkiewitz gefordert. Der Unfall lasse "an der Kompetenz des Zoo-Direktors zweifeln", hieß es in der Mitteilung von Peta. Die Organisation hatte bereits im Vorjahr nach Vorwürfen gegen Blaszkiewitz wegen angeblicher Missstände im Tierhandel der beiden Berliner Zoos dessen Rücktritt gefordert.

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