Ärzte Zeitung online, 09.06.2009

Millionendiebstahl im Pariser Picasso-Museum

PARIS(dpa). Unbekannte Kunstdiebe haben aus dem Pariser Pablo-Picasso-Museum ein auf rund acht Millionen Euro geschätztes Skizzenbuch des Malers gestohlen. Das bestätigte der dpa am Dienstag das französische Kulturministerium. Der Diebstahl sei am Dienstagvormittag bei einer Inventur entdeckt worden, berichtete die Nachrichtenwebsite lci.fr. Einen Einbruch habe es offensichtlich nicht gegeben.

Das Picasso-Museum war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Skizzenbuch soll mehr als 30 Zeichnungen des spanischen Malers (1881-1973) enthalten. Das Picasso-Museum gehört zu den bekanntesten Museen von Paris. Es ist in einem herrschaftlichen Stadthaus untergebracht, dem Hôtel Salé, im Stadtteil Marais.

Einen der letzten großen Picasso-Diebstähle hatte es am 28. Februar 2007 ebenfalls in Paris gegeben. Damals wurden zwei Gemälde und eine Zeichnung im Schätzwert von insgesamt 50 Millionen aus der Wohnung einer Enkelin des Jahrhundertkünstlers gestohlen. Sechs Monate später stellten französische Ermittler die Werke sicher. Zwei Männer wurden nahe dem Triumphbogen an den Champs-Élysées dabei erwischt, wie sie die nicht versicherten Gemälde an einen Interessenten verkaufen wollten.

Picasso war einer der größten Maler des 20. Jahrhunderts. Von seiner enormen Produktivität - und Kreativität - zeugt das künstlerische Erbe, das er hinterließ: Fast 1900 Gemälde, 3200 Keramiken, 7000 Zeichnungen, 1200 Skulpturen und 30 000 Grafiken.

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