Ärzte Zeitung online, 10.06.2009

"Schwangerer Mann" bringt zweites Kind zur Welt

SAN FRANCISCO(dpa). Ein transsexueller Amerikaner, der im vorigen Jahr als "schwangerer Mann" weltweit Schlagzeilen machte, hat sein zweites Kind zur Welt gebracht. Der 35-jährige Thomas Beatie und seine Frau Nancy (46) seien am Dienstag Eltern eines kleinen Jungen geworden, berichtete der US-Sender ABC.

Das Baby sei auf natürliche Weise geboren worden, verlautete aus dem Umfeld des Paares. Nancy wolle das Neugeborene stillen, so wie sie es auch mit Töchterchen Susan Juliette getan habe, die im vergangenen Juni im US-Bundesstaat Oregon zur Welt gekommen war.

Beatie hatte mehr als 20 Jahre als Frau gelebt, sich vor gut zehn Jahren aber zu einer teilweisen Geschlechtsumwandlung entschlossen, bei der unter anderem die Brüste entfernt wurden. Er besitzt aber noch Eierstöcke und Gebärmutter und war dadurch in der Lage, schwanger zu werden und ein Kind auszutragen. Heute lebt er rechtlich als Mann.

Das Paar hatte sich zur "männlichen Schwangerschaft" durch künstliche Befruchtung entschlossen, weil die Ehefrau nach einer Unterleibsoperation nicht mehr schwanger werden konnte. Die künstliche Befruchtung erfolgte mit einem eigenen Ei und Spendersamen.

Lesen Sie dazu auch:
Mister Beatie ist schwanger
"Schwangerer Mann" in den USA erwartet sein zweites Kind
"Schwangerer Mann" in Spanien erwartet Zwillinge

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »