Ärzte Zeitung online, 16.06.2009

Hälfte aller Verkehrstoten sind Fußgänger und Radfahrer

NEW YORK/GENF(dpa). Autoinsassen machen nur die Hälfte aller Verkehrstoten weltweit aus, fast genauso viele Menschen sterben als Fußgänger, Radfahrer, Motorrad- oder Mopedfahrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine globale Untersuchung, die die Unfalldaten von 178 Ländern auswertete.

Der Global Status Report wurde am Montag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeitgleich in New York und Genf vorgestellt.

"Zusammenstöße im Straßenverkehr gehören zu den häufigsten Todesursachen, besonders unter jüngeren Menschen im Alter zwischen 5 und 44 Jahren", warnte Michael Bloomberg, dessen Stiftung Bloomberg Philantrophies die Studie finanziert hatte. Derzeit sterben jedes Jahr 1,27 Millionen Menschen weltweit bei Unfällen auf der Straße. Die WHO-Experten fürchten, dass sich diese Zahl bis 2030 auf 2,4 Millionen erhöhen könnte, wenn Entwicklungs- und Schwellenländer nicht bald drastische Maßnahmen zum Schutz jener Verkehrsteilnehmer einführen, die "nicht von Blech umhüllt" sind.

Topics
Schlagworte
Panorama (30491)
Organisationen
WHO (3005)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »