Ärzte Zeitung online, 19.06.2009

Minister bieten Studenten weitere Gespräche an

BERLIN(dpa). Die Kultusminister haben den protestierenden Schülern und Studenten weitere Gespräche angeboten. Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Henry Tesch (CDU/Mecklenburg- Vorpommern) sagte am Freitag in einer Erklärung: "Mit den Schülern und Studierenden eint uns das Ziel, Verbesserungen für die Bildung zu erreichen."

Am Vortag hatte während der Kultusministerkonferenz in Berlin eine sechsköpfige Studentenabordnung ein gut einstündiges Gespräch mit neun Länder-Bildungsministern geführt. Tesch sprach von einem "konstruktiven Dialog", der fortgesetzt werden solle.

Die Kultusminister hielten an der "grundsätzlich positiv wirkenden Bologna-Reform" mit den gestuften Studienabschlüssen Bachelor und Master fest, zeigten jedoch Verständnis dafür, "dass die Studierenden Kritik an der Umsetzung üben", sagte Tesch weiter. Man werde prüfen, welche Verbesserungen möglich seien, etwa bei der von den Studenten beklagten Stofffülle in den Bachelor-Studiengängen.

Nach Aussage von Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) soll jetzt eine KMK-Arbeitsgruppe die Probleme auflisten, die bei der Einführung der neuen Studiengänge entstanden sind. Stange plädiert auch dafür, die bisher starren Vorgaben für die zeitliche Gestaltung der Studiengänge aufzulockern. So müsse nicht in jedem Fach das Bachelor-Studium bis zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss auf sechs Semester begrenzt werden, ebenso wie das aufbauende Master-Studium nicht generell vier Semester dauern müsse.

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