Ärzte Zeitung online, 24.06.2009

Prozess um Boykottaufruf von Contergan®-Opfern

KÖLN (dpa). Vor dem Landgericht Köln hat am Mittwoch der Prozess um einen Boykott-Aufruf von Contergan®-Opfern gegen Produkte der Unternehmerfamilie Wirtz begonnen. Der Bund Contergan®-Geschädigter und Grünenthal-Opfer hatte dazu aufgerufen, Medikamente, Waschmittel und Kosmetika von Grünenthal und der Dalli-Gruppe zu boykottieren.

Damit wollten sie eine Entschädigung von fünf Milliarden Euro erreichen. Die Dalli-Gruppe hatte vor der Verhandlung festgestellt, sie habe nichts mit den Vorfällen um Contergan® zu tun.

Der Contergan®-Strafprozess gegen Grünenthal war 1970 wegen geringer Schuld eingestellt worden. Nach einem Vergleich mit den Opfern zahlte das Unternehmen 110 Millionen Euro in die Contergan®- Stiftung und will im Juli freiwillig weitere 50 Millionen Euro einzahlen.

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