Ärzte Zeitung online, 01.07.2009

Komoren: Suche nach Absturz-Opfern geht weiter

JOHANNESBURG/MORONI (dpa). Nach dem Absturz eines Airbusses vor der Küste des tropischen Inselstaats der Komoren soll die Suche nach Überlebenden wieder aufgenommen werden. Sie war am Dienstagabend bei Einbruch der Dunkelheit unterbrochen worden.

Bei dem Unglück des Flugzeugs der jemenitischen Gesellschaft Yemenia Air mit 153 Menschen an Bord war als zunächst einzige Überlebende ein 14-jähriges Mädchen unverletzt aus dem Wasser gerettet worden. Das Mädchen war am Dienstag von einem Suchboot an der Absturzstelle entdeckt worden. Bis zum Mittwochmorgen wurden zudem fünf Leichen geborgen.

Marinetaucher aus Frankreich und den USA sollen nun erneut die Unglücksstelle absuchen. In der Nacht herrschten heftiger Südwind und eine starke Strömung, die nach Ansicht der Retter Leichen und Trümmerteile weit verteilt haben dürften. Die Chancen, weitere Überlebende zu finden, gelten als gering. Der Airbus A310 befand sich auf dem Flug vom Jemen zu den Komoren, als er nach einem missglückten Landeanflug abstürzte. Flug IY 626 hatte elf Besatzungsmitglieder und 142 Passagiere an Bord, darunter viele Exil-Komorer aus Frankreich.

Es war das zweite folgenschwere Airbus-Unglück innerhalb eines Monats: Am 1. Juni war eine A330 der Air France mit 228 Menschen an Bord auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik gestürzt. Der knapp 20 Jahre alte Airbus der jemenitischen Fluggesellschaft war bei einer Inspektion vor zwei Jahren in Frankreich wegen technischer Mängel aufgefallen.

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