Ärzte Zeitung online, 03.07.2009

Gasexplosion Viareggio: Zahl der Opfer steigt weiter

VIAREGGIO (dpa). Drei Tage nach dem Flammeninferno von Viareggio steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Eine Frau mit schwersten Verbrennungen ist nach Berichten der italienischen Nachrichtenagentur Ansa in der Nacht zum Freitag in einem Krankenhaus in Carrara gestorben. Sie ist das 20. Opfer der Explosion im Bahnhof des toskanischen Urlaubsortes.

Ein weiterer Anstieg gilt als wahrscheinlich: So werden in den Krankenhäusern Norditaliens noch 26 Verletzte versorgt, mindestens 5 von ihnen schwebten laut italienischen Medienberichten noch in Lebensgefahr. Außerdem wird nach wie vor unter den Trümmern der eingestürzten Häuser nach Opfern gesucht.

Am Bahnhof von Viareggio war in der Nacht zum Dienstag ein mit Flüssiggas betankter Kesselwaggon aus noch unbekannter Ursache explodiert. Durch die Wucht der Explosion wurden etliche Häuser in der Umgebung in Schutt und Asche gelegt. Experten vermuten, dass ein Achsenbruch an dem Waggon das Inferno ausgelöst hat.

Unterdessen ist am Freitag der Zugverkehr wieder aufgenommen worden. Nachdem am Vortag die letzten Flüssiggas-Güterwagen des Unglückszuges ausgepumpt und abtransportiert werden konnten, wurde der kleine Bahnhof am frühen Morgen wieder geöffnet. Allerdings sei zunächst nur eines der acht Gleise des im Ortszentrum liegenden Bahnhofs wieder befahrbar, hieß es weiter.

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