Ärzte Zeitung online, 07.07.2009

Verletzte bei erster Stierhatz in Pamplona

PAMPLONA (dpa). Bei der ersten Stierhatz des Sommers in Pamplona sind am Dienstag mehrere Menschen zumeist leicht verletzt worden. Vier Teilnehmer mussten mit Platzwunden und Gehirnerschütterungen in Krankenhäuser gebracht werden, wie die Rettungskräfte der nordspanischen Stadt in ihrer ersten Bilanz mitteilten.

Die Hatz dauerte nur zweieinhalb Minuten. Da die Straßen aber mit Menschen überfüllt waren, stolperten mehrere Teilnehmer und stürzten. Andere wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Stieren überrannt. Verletzte durch Hornstöße gab es nach ersten Angaben nicht.

Bei dem gefährlichen Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte wagemutige Männer, die "mozos", rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her.

Als einzige "Waffe", um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Die Hatz ("encierro") war durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" (1926) weltbekannt geworden. Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier. Tierschützer kritisieren die Hatz schon seit Jahren als Tortur für die Stiere.

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