Ärzte Zeitung online, 08.07.2009

Absturzopfer aus dem Wasser gefischt

JOHANNESBURG/DARESSALAM (dpa). Eine Woche nach dem Absturz eines Airbus vor den Komoren haben tansanische Fischer 180 Kilometer südlich von Sansibar mehrere Leichen aus dem Wasser geholt. Unter den Toten seien auch zwei Kinder, berichtete die tansanische Zeitung "The Citizen" am Mittwoch.

"Wir haben bereits eine Suchaktion gestartet, um mehr Leichen zu bergen", sagte Manzie Mangochie, Leiter der Bezirksverwaltung der Insel Mafia. Bei den Toten soll es sich um Opfer aus der verunglückten Yemenia-Maschine handeln. Von den 153 Insassen hat nach bisherigen Kenntnissen lediglich ein junges Mädchen überlebt.

Einige der geborgenen Toten sollen Europäer sein, die anderen Afrikaner. Das jemenitische Innenministerium war von den tansanischen Behörden über den Fund von mindestens acht Leichen informiert worden. Ein komorischer Regierungssprecher sprach dagegen in der Inselhauptstadt Moroni von zehn geborgenen Toten. Auch Wrackteile seien gesichtet worden. Die französische Botschaft in Daressalam wurde über den Leichenfund informiert, ebenso die Luftfahrtbehörde der Komoren, damit die Suche nach weiteren Opfern nun auf den tansanischen Bereich des Indischen Ozeans ausgedehnt wird.

Der Airbus war am 30. Juni nach einem missglückten Landeanflug aus noch ungeklärter Ursache bei stürmischen Wetter abgestürzt. Vor den Komoren konzentriert sich die Suche auf die Bergung der sogenannten Black Boxes. Der Flugdatenschreiber und das Sprachaufzeichnungsgerät könnten Aufschluss über die Unfallursache geben.

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