Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

Zwölf Kilogramm-Tumor entfernt - Patient wohlauf

RAVENSBURG (dpa). Da staunte selbst der erfahrene Chefarzt: Einem 53 Jahre alten Patienten ist im Ravensburger Krankenhaus St. Elisabeth ein zwölf Kilogramm schwerer Tumor entfernt worden. Es war der größte Tumor, der je in der Klinik herausgenommen wurde, wie das Krankenhaus am Montag berichtete. Dem Patienten gehe es gut.

Normalerweise sind große Tumore allenfalls zwei bis zweieinhalb Kilogramm schwer, meinte der seit 26 Jahren als Chirurg tätige Chefarzt Professor Ekkehard Jehle. Der Maxi-Tumor muss also seit Jahren sehr langsam gewachsen sein. Die Geschwulst, die den ganzen Bauchraum des Patienten ausgefüllt hatte, war von außen nicht zu erkennen.

Der 53-jährige hatte etwas weniger Appetit, magerte auch ab, verlor aber durch das starke Tumorwachstum nicht an Gewicht. Der Mann spürte lediglich, dass er beim Sport nicht mehr wie früher belastbar war, fühlte ein Taubheitsgefühl im Oberschenkel und bekam Probleme beim Bücken.

Beim Arzt stellte sich schnell der Grund dafür heraus. Dem Ärzteteam gelang es, den Riesentumor komplett zu entfernen. Der Patient arbeitet wieder und führt ein ganz normales Leben. Und das deutlich erleichtert: Vor der Operation wog er 67 Kilogramm, nach dem Eingriff nur noch 55 Kilogramm.

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