Ärzte Zeitung online, 24.07.2009

Kohlendioxid bei vorgeburtlichen Operationen eingesetzt

BONN (dpa). Mithilfe von Kohlendioxid haben Bonner Chirurgen die Sicht bei vorgeburtlichen Operationen verbessert. Ein Medizinerteam habe Kohlendioxid in die Gebärmutter gepumpt und somit die ungeborenen Patienten kurzzeitig trockengelegt, teilte die Universität am Donnerstag mit.

Das trübe Fruchtwasser sei dadurch aus dem Blickfeld geraten. Bisher sei die neue Methode bei 37 Operationen getestet worden. Einmal sei es dabei zu Komplikationen gekommen. Ohne die Einleitung von Kohlendioxid hätte in keinem der Fälle operiert werden können.

Bisher sei in der Medizin von der Trockenlegung von Föten abgeraten worden. Nach Angaben der Bonner Forscher richtet die Gaseinleitung aber keinen Schaden an. Trotzdem soll die Kohlendioxid-Auffüllung der Fruchthöhle, "partial amniotic carbon dioxide insufflation" (PACI) genannt, auch in Zukunft nur bei technisch sehr schwierigen minimal-invasiven Eingriffen angewendet werden. Das Verfahren stammt ursprünglich aus dem Bereich der Bauchspiegelungen.

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