Ärzte Zeitung online, 28.07.2009

Michael Jacksons Privatarzt gab Propofol

LOS ANGELES(dpa). Michael Jacksons Privatarzt Conrad Murray soll dem Sänger das gefährliche Narkosemittel Propofol verabreicht haben. Dies berichtete der US-Sender CNN am Montag unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle aus dem Umfeld von Jacksons Familie. Der Informant habe auch Zugang zu den polizeilichen Ermittlungen, hieß es weiter.

Das Mittel, das gewöhnlich im Krankenhaus bei Operationen oder Untersuchungen angewendet wird, könnte den plötzlichen Tod des Sängers am 25. Juni ausgelöst haben.

Die Polizei hatte im Haus des Sängers zahlreiche Medikamente, darunter auch Propofol gefunden. Der 51-jährige Murray wird bei den Ermittlungen zum Tod des "King of Pop" offiziell als Verdächtiger geführt, eine Anklage liegt derzeit aber nicht vor. Bei zwei Durchsuchungen in der Praxis des Kardiologen und in einem Lagerraum im texanischen Houston wurden in der vorigen Woche zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, darunter eine Computerfestplatte und eine Adressendatei sowie Rezepte, Rechnungen und Medikamente.

Mit dem endgültigen Ergebnis der Autopsie wird Ende dieser Woche gerechnet. Es sei "fast sicher", dass die Ermittler ein Verbrechen als Todesursache feststellen würden, berichtete der Internetdienst tmz.com kürzlich unter Hinweis auf die bisherigen Befunde.

Lesen Sie auch:
Michael Jackson: Mit Kälte wurde seine Haut gebleicht

Topics
Schlagworte
Panorama (30498)
Organisationen
CNN (162)
Wirkstoffe
Propofol (81)
Personen
Conrad Murray (64)
Michael Jackson (104)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen von Tag 1 und 2 des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »