Ärzte Zeitung online, 06.08.2009

4000 Jahre alte menschliche Gehirne ausgegraben

ISTANBUL (dpa). Forscher haben bei einer Ausgrabung in der Türkei rund 4000 Jahre alte menschliche Skelette entdeckt, in denen noch Gehirnreste lagen. Zwei der vier Menschen waren wahrscheinlich Kinder.

Die Gehirne seien vermutlich bei einem Brand verkohlt worden und die Reste daher noch erhalten geblieben, meint Professor Nejat Bilgen, der die Archäologische Fakultät der Universität Dumlupinar leitet.

Seit mehreren Jahren wird an einem Hügelgrab in Seyitömer in der Nähe der türkischen Stadt Kütahya ausgegraben. Bilgen sagte der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, dass menschliche Gehirne bei Ausgrabungen eher selten gefunden werden: "Wir vermuten, dass es um 1800 v. Chr., in der Bronzezeit, hier zu einem Erdbeben gekommen ist. Letztes Jahr haben wir zerfallene und verbrannte Dachbalken gefunden." Überall um den Hügel herum seien verbrannte Schichten zu finden. Außerdem seien in einem Raum die verbrannten Skelette entdeckt worden. Sie stammten vermutlich von Menschen, "die es nicht mehr geschafft haben, sich zu retten".

15 Millionen Tonnen Kohle sollen unter dem Hügel sein und sind Grund für die Ausgrabungen. Um an dieses Reservoir zu gelangen, wurde bereits 1989 mit den Ausgrabungen begonnen. Nach 11 Jahren Pause wurden die Arbeiten 2006 unter der Leitung von Bilgen wieder aufgenommen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30492)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »