Ärzte Zeitung online, 11.08.2009

Autopsie von Michael Jackson beendet - Ergebnis geheim

LOS ANGELES (dpa). Die Autopsie von Michael Jackson ist fertiggestellt, das Ergebnis wird aber noch geheim gehalten. Dies teilte die Gerichtsmedizin in Los Angeles am Montag nach Angaben der "Los Angeles Times" mit. Mit Rücksicht auf die polizeilichen Ermittlungen bleibe das Resultat der Untersuchungen vorerst unter Verschluss. Ein möglicher Termin für die Bekanntgabe der Todesursache des Popstars wurde nicht genannt.

Bei einer Anhörung am Montag gab ein Richter unterdessen grünes Licht für den geplanten Kinofilm über den "King of Pop". Gleichzeitig kündigte der Jurist an, dass er einen speziellen Vormund einsetzen wolle, der die finanziellen Interessen der drei Kinder des Sängers vertritt. Katherine Jackson, die Großmutter der Kinder, hatte kürzlich das Sorgerecht für Prince (12), Paris (11) und Blanket (7) erhalten.

Richter Mitchell Beckloff segnete einen Vertrag zwischen dem Columbia Studio, dem Konzertveranstalter AEG Live und Jacksons Nachlass über einen Filmdeal in Höhe von 60 Millionen Dollar ab. Der Streifen mit dem Titel "This Is It" soll unter anderem Videomaterial von Jacksons letzten Konzertproben kurz vor seinem Tod enthalten.

Einer Mitteilung des Studios zufolge werden auch Freunde und Kollegen des Popstars zu Wort kommen. Der abendfüllende Film soll am 30. Oktober weltweit anlaufen. Regisseur Kenny Ortega ("High School Musical"), der Jacksons geplante Comeback-Konzerte in London inszenieren sollte, werde den Spielfilm drehen, brachte das Filmblatt "Variety" kürzlich in Erfahrung.

Das Rätselraten um die Todesursache hält weiter an. Jackson war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren überraschend an einem Herzstillstand gestorben. Sein Privatarzt Conrad Murray steht im Verdacht, dem Sänger wegen dessen Schlafstörungen nur wenige Stunden vor seinem Tod das Narkosemittel Propofol verabreicht zu haben. Gegen den 51 Jahre alten Mediziner wird wegen wegen Totschlags ermittelt.

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