Ärzte Zeitung online, 21.08.2009

Zwölflings-Schwangerschaft war Scheinschwangerschaft

TUNIS (dpa). Untersuchungen tunesischer Ärzte haben Berichte über die angebliche Zwölflings-Schwangerschaft einer 34-Jährigen endgültig als Falschmeldungen entlarvt. Die Frau habe sich am Donnerstag in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Tunis bringen lassen, sagte ein Sprecher des tunesischen Gesundheitsministeriums.

Dort sei eindeutig festgestellt worden, dass sie nicht einmal schwanger ist. "Es stimmt, dass ihr Bauch angeschwollen war wie bei einer Schwangeren mit zwei oder drei Föten", sagte der Sprecher. Dies sei jedoch der Effekt der Scheinschwangerschaft, unter der die Frau aus dem Verwaltungsbezirk Gafsa gelitten habe.

Tunesische Zeitungen hatten berichtet, die Frau erwarte sechs Jungen und sechs Mädchen. Krankenhausärzte von Gafsa hätten den Zustand der Frau und der zwölf Föten als "sehr gut" bezeichnet. Danach sollte sie im neunten Monat schwanger sein.

Bereits am Mittwoch hatte das Gesundheitsministerium in Tunis die Zwölflings-Schwangerschaft als "große Farce" bezeichnet. Die Frau sei nie im Krankenhaus von Gafsa gewesen, hieß es. Am Mittwoch hatte die 34-Jährige allerdings noch jede Untersuchung von Amtsärzten strikt abgelehnt.

Wie es zu den Berichten über die Zwölflings-Schwangerschaft kommen konnte, war zunächst unklar. In Tunesien wurde spekuliert, der Mann der Frau habe eventuell an Geschichten über die angebliche medizinische Sensation Geld verdienen wollen. Bislang ist kein Fall einer Zwölflings-Schwangerschaft bekannt.

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