Ärzte Zeitung online, 26.08.2009

Zweifel an Aussagen von Michael Jacksons Arzt

LOS ANGELES (dpa). Mehrere Aussagen des Leibarztes Dr. Conrad Murray zu Michael Jacksons Tod werden nach US-Medienberichten von den Gerichtsmedizinern angezweifelt. Der Internetdienst Tmz.com schrieb am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Informationen aus Ermittlerkreisen, dass weder Murrays Zeitangabe noch seine Aussage zu der gespritzten Dosis Propofol glaubhaft erscheinen.

Zweifel an Aussagen von Michael Jacksons Arzt

Popstar Michael Jackson.

Foto: dpa - Bildfunk

Der "King of Pop" war am 25. Juni überraschend an Herzversagen gestorben. Die Untersuchung der Gerichtsmediziner ergab, dass ihm eine Überdosis des starken Anästhesiemittels zum Verhängnis wurde.

Zweifel an Aussagen von Michael Jacksons Arzt

Dr. Conrad Murray.

Foto: dpa - Bildfunk

Murray gab zwei Tage später in Anwesenheit seines Anwaltes zu Protokoll, dass er dem an Schlaflosigkeit leidenden Sänger auf dessen Drängen 25 Milligramm Propofol gegeben habe. Eine so niedrige Dosis hätte den an Propofol gewöhnten Jackson wohl kaum getötet, meinen die Gerichtsmediziner laut Tmz.com. Murray sagte der Polizei außerdem, er habe gut zehn Minuten nach der Injektion festgestellt, dass Jackson nicht mehr atmete. Unverständlich sei, warum der Arzt danach fast eineinhalb Stunden an seinem Mobiltelefon verbrachte, bis er über den Notruf 911 fremde Hilfe anforderte, schrieb Tmz.com.

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