Ärzte Zeitung online, 10.09.2009

Schwarze fordern Warnung vor "Tim und Struppi"

PARIS (dpa). Schwarze Franzosen wollen den als rassistisch geltenden Comic-Band "Tim im Kongo" mit einer Vorwarnung versehen lassen. Man müsse vor allem jungen Lesern verdeutlichen, dass der Band aus der Reihe "Tim und Struppi" mit Distanz gelesen werden müsse, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung des Schwarzen-Verbandes CRAN.

Kürzlich hatte ein kongolesischer Student in Belgien Klage gegen den Verlag eingereicht und ein Verkaufsverbot verlangt.

In der 1931 erschienen Ausgabe des Comics sind die Afrikaner als naiv und faul dargestellt und reden nur gebrochen. Tim wird gezeigt, wie er ihnen etwas über ihr "Vaterland Belgien" beibringen will. Später korrigierte der belgische Comicautor Hergé (1907-1983) die allzu kolonialen Stellen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30661)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »