Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

US-Amerikaner in Kairo wegen Baby-Handels verurteilt

KAIRO (dpa). Ein Gericht in Kairo hat zwei ägyptisch-amerikanische Ehepaare und sieben weitere Angeklagte wegen "Handels mit neugeborenen Kindern" zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die beiden Paare hatten zu ihrer Verteidigung vorgebracht, sie hätten die ägyptischen Babys nicht aus dem Waisenhaus geholt, um sie zu verkaufen, sondern um sie wie eigene Kinder großzuziehen.

Dies ist nicht möglich, weil das auf dem islamischen Recht basierende ägyptische Gesetz Adoption nicht erlaubt. Der Richter verurteilte drei der insgesamt elf Angeklagten zu fünf Jahren Haft. Die restlichen Angeklagten sollen für jeweils zwei Jahre ins Gefängnis. Drei Angeklagte wurden in Abwesenheit verurteilt, darunter ein koptischer Geistlicher und ein Frauenarzt.

Topics
Schlagworte
Panorama (30661)
Recht (12041)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »