Dienstag, 9. Februar 2010
Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

DEET-Rückstände in Pfifferlingen aus Osteuropa sind kein Gesundheitsrisiko

BERLIN (eb). Die in frischen Pfifferlingen aus Litauen, Russland und Weißrussland gefundenen DEET (N,N-Diethyl-3-methylbenzamid)-Rückstände (bis zu 1 mg / kg) sind nicht gesundheitsschädlich. Darauf weißt das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin hin. DEET wird in Biozidprodukten eingesetzt und dient unter anderem zur Abwehr von Mücken und Zecken.

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DEET-Rückstände in Pfifferlingen aus Osteuropa sind kein Gesundheitsrisiko.

Foto: Chantelle Morris ©www.fotolia.de

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte bewertet, ob von den belasteten Pilzen ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher ausgeht.

Die toxikologische Bewertung zu DEET stützt sich auf die Bewertung des Mitgliedsstaats Schweden im Rahmen der EU-Wirkstoffprüfung für Biozide. Nach dieser Bewertung wird das Gesundheitsrisiko von DEET bei äußerlicher Anwendung beim Menschen als äußerst gering eingeschätzt wird. Allerdings kann der Stoff gesundheitsschädlich sein, wenn er verschluckt wird. Bei Hunden wurden bis zu einer Menge von 75 mg je Kilogramm Körpergewicht und Tag keine Gesundheitsschäden beobachtet.

Um die Ergebnisse aus dem Tierversuch auf den Menschen übertragen zu können, wird ein Standardsicherheitsfaktorvon 100 angewendet, das heißt, bei Menschen wird eine DEET-Aufnahmemenge von bis zu 0,75 mg je Kilogramm Körpergewicht (kg KG) und Tag als gesundheitlich unbedenklich angesehen. Das BfR hatte bei den Untersuchungen bei Pfifferlingen den höchsten gemessenen Rückstand von 1 mg je Kilogramm Pilze als Ausgangswert genommen und mittels deutscher und europäischer Verzehrsdaten die aufgenommene DEET-Menge ermittelt. Diese lag für Kinder bei 0,0018 mg/kg und für Erwachsene bei 0,0053 mg/kg KG /Tag. Der Sicherheitsabstand bis zu der Menge, bei der im Tierversuch eine schädliche Wirkung einsetzt, wird als bei weitem ausreichend angesehen. Eine Gesundheitsgefahr durch die beanstandeten Pfifferlinge besteht somit nicht.

Die vollständige Bewertung steht auf www.bfr.bund.de/cm/217/deet_rueckstaende_in_pfifferlingen_aus_osteuropa_sind_kein_gesundheitsrisiko.pdf

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