Ärzte Zeitung online, 05.10.2009

Prozess um geplatzte Tournee: Heinos Ärztin sagt aus

KÖLN (dpa). Der juristische Streit um eine Ausfallversicherung für eine geplatzte Tournee von Schlagersänger Heino geht in die Schlussphase. Vor dem Kölner Landgericht sagte am Montag Heinos Ärztin unter Ausschluss der Öffentlichkeit abschließend als Zeugin aus.

Vor zwei Jahren hatte der Volksmusiker eine Tournee wegen Herzproblemen abgesagt. Dafür will der Konzertveranstalter Kult Musik eine Ausfallversicherung in Höhe von drei Millionen Euro in Anspruch nehmen. Die Gothaer Versicherung will aber nicht zahlen.

Die Gothaer wirft Heino vor, er habe vor Abschluss der Versicherung verschwiegen, dass er gesundheitlich angeschlagen gewesen sei. Im Mai hatte der Volksmusiker die Vorwürfe vor Gericht bestritten. Er sei nie im Leben krank gewesen, sagte er damals. Die Richterin hatte ihm dagegen vorgehalten, allein von seiner Hausärztin 30 Mal jeweils 20 Schlaftabletten bekommen zu haben. Innerhalb von zwei Jahren sei er 120 Mal beim Arzt gewesen.

Das Gericht werde voraussichtlich am 30. November sein Urteil bekannt geben, sagte ein Gerichtssprecher.

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