Ärzte Zeitung online, 07.10.2009

Studie: Eltern wecken zu wenig Lesefreude

BERLIN (dpa). Zu wenige Eltern wecken laut einer Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums bei ihren Kindern die Lust am Lesen. Vor allem junge Eltern im Alter unter 30 Jahren seien skeptisch, ob man durch Erziehung die Lesefreude beeinflussen könne, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. Dabei habe die Studie der Stiftung Lesen ergeben, dass Kindern der Schulunterricht überdurchschnittlich leicht fällt, sofern sie in ihrer Freizeit gern lesen.

Lesen helfe insbesondere Kindern aus sozial schwachen Familien, in der Schule mithalten zu können. "Es sprengt den Teufelskreis von innen, dass sich Bildungsarmut von einer auf die nächste Generation vererbt", erläuterte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Für die Studie hatte das Institut für Demoskopie Allensbach 3000 Bürger befragt - darunter Schüler im Alter von 9 bis 13 Jahren und ihre Eltern. Der Stiftung Lesen zufolge ist es die größte Studie zum Thema "Familie und Lesen" seit 1988.

Topics
Schlagworte
Panorama (30165)
Personen
Ursula von der Leyen (329)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »