Ärzte Zeitung online, 09.10.2009

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt

SALZGITTER (dpa). Im maroden Atommülllager Asse in Niedersachsen ist eine Decke eingestürzt. Experten prüfen, ob Maßnahmen zur Stabilisierung sinnvoll seien, heißt es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter am Donnerstag. Die Decke des Atommülllagers bei Wolfenbüttel ist zwischen zwei Hohlräumen eingestürzt, in denen keine radioaktiven Abfälle lagern.

Da die beiden 15 Meter hohen Kammern bereits mit gemahlenem Salz gefüllt sind, ist die Decke nach Angaben des BfS nicht tief gestürzt. "Es besteht keine akute Gefahr." Eine Erschütterung hätten die Messegeräte nicht festgestellt, hieß es.

Das Salzbergwerk ist einsturzgefährdet, weil täglich rund 12 000 Liter Wasser eindringen. Auch zu Gesteinsablösungen aus Decken war es in der Asse schon mehrfach gekommen. Ein Sprecher des BfS sagte zu dem aktuellen Einsturz, die Decke sei 30 Zentimeter tief gefallen. "Es ist kein großer Schaden entstanden, aber es zeigt, dass da Bewegung drin ist." Nun prüfen Fachleute, ob die Hohlräume mit Spezialbeton stabilisiert werden können.

Im Januar dieses Jahres hatte es geheißen, dass sich auch in einer unterirdischen Kammer mit gelagertem Atommüll Teile von der Decke lösen und auf die Abfallfässer stürzen könnten.

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