Ärzte Zeitung online, 22.10.2009

EU will Kinderschlaf sicherer machen

BRÜSSEL (dpa). Europas Babys sollen künftig sicherer schlafen. Die 27 Mitgliedsstaaten der EU brachten am Mittwoch in Brüssel entsprechende Sicherheitsnormen auf den Weg. Eine europaweit einheitliche Verordnung solle Unfälle mit Bettzeug, Schlafsäcken oder Matratzen verhindern, teilte die EU-Kommission mit.

Nationale Bestimmungen deckten nur wenige Risikofaktoren wie beispielsweise die Qualität von Federn und Daunen ab, ergänzten Diplomaten. Die EU-Kommission muss nun konkrete Vorschläge erarbeiten und sie dem Europäischen Parlament und den 27 Mitgliedsstaaten für einen endgültigen Beschluss vorlegen.

Insgesamt 17 000 Kinder kamen von 2005 bis 2007 in Bettchen oder Hängewiegen zu Schaden, teilte die Europäische Verletzungsdatenbank mit. Die Kleinkinder verschluckten beispielsweise Teile von Möbeln oder klemmten sich ein. Einige Kinder erstickten, weil sie zwischen die Matratze und den Bettrahmen rutschten oder an Schlaufen und Schnüren im Bett hängen blieben.

Topics
Schlagworte
Panorama (30492)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »