Ärzte Zeitung online, 28.10.2009

Behinderte Tochter 16 Jahre in Käfig gesperrt

NAIROBI (dpa). Ein Mann im kenianischen Nakuru hat seine behinderte Tochter 16 Jahre lang in einen Käfig gesperrt. Jugendschützer kamen dem Fall nun aus Zufall auf die Spur, wie die Zeitung "The Standard" am Mittwoch berichtete.

Ein Vertreter der Schulbehörde hatte den Mann aufgesucht, weil er die Schulgebühren für seinen Sohn nicht bezahlt hatte. Dabei stellte er fest, dass die Familie auch eine Tochter hat, die nie die Schule besucht hatte. "Meine Tochter wollte zur Schule gehen, aber mein Mann hielt das nicht für notwendig", sagte die Mutter des Mädchens. Der Vater habe seine Tochter wegen ihrer Behinderung abgelehnt und weggesperrt. Das Mädchen befindet sich nun in Obhut des Jugendamts.

Topics
Schlagworte
Panorama (30353)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »