Ärzte Zeitung online, 29.10.2009

Arm in Waschmaschine abgetrennt - Technischer Fehler?

ULM (dpa). Nach dem tragischen Unfall an einer defekten Waschmaschine, bei dem ein Vierjähriger einen Arm verlor, deutet alles auf einen technischen Fehler als Ursache hin. Das sagte ein Polizeisprecher in Ulm am Donnerstag. Gutachter untersuchen derzeit die Trommel des kaputten Gerätes.

Der Polizeisprecher machte der Mutter des Jungen jedoch wenig Hoffnung auf ein schnelles Ergebnis: "Es kann Wochen dauern, bis da etwas vorliegt."

In der Nacht zum Montag hatte der Vierjährige mit seinem Bruder an der Waschtrommel gespielt. Zwar war die Tür der Maschine ausgebaut, doch gelang es den Kindern, das Gerät anzustellen. Der Junge griff hinein und die Trommel trennte ihm den Arm ab.

Der Junge ist zwar außer Lebensgefahr. Doch der Arm konnte nicht mehr angenäht werden, obwohl der Bruder das Körperteil schnell in die Kühltruhe gelegt hatte. Weil der Elfjährige die Mutter nicht weckte, hatte sie erst Stunden später die schwere Verletzung ihres jüngeren Sohnes entdeckt.

Nach Einschätzung der baden-württembergischen Verbraucherzentrale darf sich eine Waschtrommel im Normalfall nicht in Bewegung setzen, solange die Tür geöffnet ist. Bei einer ausgebauten Tür könne unter Umständen die Sicherung unterbrochen sein.

Sicherheitstipps der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

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