Ärzte Zeitung online, 19.11.2009

2,5 Milliarden Menschen leben ohne Toiletten

BERLIN (dpa). Rund 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt müssen ohne Toiletten auskommen - oft mit dramatischen Folgen für ihre Gesundheit, denn die Fäkalien gelangen in Bäche und Flüsse, aus denen wiederum Trinkwasser geschöpft wird.

5000 Menschen sterben laut Unicef täglich an Durchfallerkrankungen, das sind in den armen Ländern der Welt allein fünf Mal so viele Kinder wie durch die Immunschwächekrankheit Aids. Darauf machten Internationale und Deutsche Toiletten-Organisationen zum 9. Welt-Toiletten-Tag am Donnerstag aufmerksam.

Vor dem Brandenburger Tor zeigten 100 Berliner Schüler ihre Ideen zum Thema "Klobalisierte Welt". Auch die gemeinnützige Spendenplattform "betterplace.org" warb am Donnerstag auf ihrer Startseite speziell für Projekte rund ums Thema Sanitäreinrichtungen. Unter dem Motto "Damit nicht alles den Bach runter geht" sucht dort unter anderem das Hilfsprojekt X-Runner Unterstützer. Die Berliner Industriedesigner haben eine portable Toilette entwickelt, die aus Fäkalien Biogas gewinnt, das dann wiederum zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Das Pilotprojekt dazu soll in Indien starten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »