Ärzte Zeitung online, 03.12.2009

Die ungewöhnlichsten Geburtsorte

HAMBURG (dpa). Wie in Honduras, wo eine Frau ihr Baby in einem Leichenwagen gebar, kamen Kinder schon häufig an ungewöhnlichen Orten zur Welt. Hier eine Übersicht.

Im Schnee: Im Dezember 2008 entdeckten kanadische Polizisten bei einer nächtlichen Patrouille eine Frau, die ihnen blutend und laut schreiend entgegen lief. Die 27-Jährige zog ihren Pullover hoch und zeigte ein Neugeborenes. Wenige Minuten später brachte sie im Schneeregen ein zweites Kind zur Welt.

Auf dem Bürgersteig: Ähnlich verlief die Geburt eines Jungen im September 2009 auf dem Bürgersteig in Sachsen-Anhalt. Passanten hatten eine 25-Jährige auf dem Gehweg liegend entdeckt und waren zunächst von einer Verletzten ausgegangen. Sie riefen den Rettungsdienst, mit dessen Hilfe die Frau ihr Kind gesund zur Welt brachte.

In der Toilette des Postamtes: In Österreich gebar eine 40-Jährige ihren Sohn auf der Toilette eines Postamtes. Wie die Frau den Ärzten sagte, hatte sie von ihrer Schwangerschaft "keine Ahnung" und die damit verbundenen Beschwerden auf "beginnende Wechseljahre" zurückgeführt. Als sie im Postamt stechende Schmerzen im Unterleib verspürte, ging sie zur Toilette, wo sie das Kind im Sommer 2004 binnen weniger Minuten zur Welt brachte.

Auf der Straße: Zu den Klassikern der ungewöhnlichen Geburtsorte gehört die Niederkunft im Auto. So hat im September 2001 ein 33 Jahre alter Vater sein viertes Kind auf der Autobahn 6 bei Neuenstein selbst entbunden. Die Eltern waren auf dem Weg zum Frauenarzt von den einsetzenden Wehen überrascht worden.

In der Luft: Nur 40 Minuten nach dem Start begannen die Wehen einer 29 Jahre alte Frau aus Kamerun auf dem Flug aus ihrer Heimat in die Schweiz. Da ein Arzt und eine Krankenschwester an Bord waren, beschloss der Pilot, die Reise fortzusetzen. So erblickte das Mädchen im Juli 2000 in mehreren Tausend Metern Höhe das Licht der Welt.

Im Schnellzug: Seltener sind Geburten in Eisenbahnen: Auf der Fahrt von Paris nach Brüssel gebar eine Frau ihre Tochter im Mai 2009 im Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Für das kleine Mädchen gab es eine lebenslange Freikarte als Geburtstagsgeschenk.

Auf dem Wasser: Im Fall einer Frau aus Borkum scheint der starke Wellengang der Nordsee die Geburt beschleunigt zu haben. Die werdende Mutter war Ende 2007 mit einem Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf dem Weg zur Entbindung ans Festland, als bereits die Wehen einsetzten. Nach der Überfahrt kam das Baby bereits im Hafen zur Welt.

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