Ärzte Zeitung online, 03.12.2009

Premier verspricht Hilfe für Bhopal-Opfer

NEU DELHI (dpa). Ein Vierteljahrhundert nach der verheerenden Giftgaskatastrophe in der zentralindischen Stadt Bhopal hat Premierminister Manmohan Singh den Opfern weitere Hilfe zugesichert.

In den vergangenen Jahren habe die Regierung bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die betroffenen Familien wirtschaftlich und medizinisch zu unterstützen, heißt es in einer am Mittwochabend in Neu Delhi verbreiteten Erklärung des Premiers. Die Menschen verdienten jedoch "unsere andauernde Unterstützung und Anteilnahme". "Wir sind es unseren Mitbürgern auch schuldig, alle zu unternehmen, damit eine solche Tragödie nie wieder passiert", so Singh weiter.

Am 3. Dezember 1984 waren aus der ehemaligen Pestizidfabrik des US-Konzerns Union Carbide in Bhopal etwa 40 Tonnen hochgiftiges Methylisocyanat (MIC) ausgetreten. Die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass in den 72 Stunden nach dem Unglück 8000 Menschen zu Tode kamen. Mehr als 15 000 weitere starben bis heute an Spätfolgen. Mindestens 100 000 Menschen wurden chronisch krank.

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