Ärzte Zeitung, 07.12.2009

Wodka im Adventskalender, da hört der Spaß auf !

Von ihrer Aufmachung her sprechen Adventskalender eindeutig Kinder an. Wenn sie allerdings ohne klaren Hinweis alkoholische Füllung enthalten, dann ist das verantwortungslos, kritisiert die Verbraucherzentrale Bremen.

BREMEN (stg). Die Verbraucherzentrale Bremen warnt vor hochprozentigem Alkohol in Adventskalendern, die mit Pralinen gefüllt sind. Bei einer stichprobenartigen Markterhebung entdeckten die Konsumentenschützer in 25 von 39 pralinengefüllten Kalendern alkoholische Zutaten, wie die Verbraucherzentrale mitteilte.

Die meisten davon sähen so aus, als seien sie für Kinder gedacht - mit Bescherungen, niedlichen Weihnachtsmännern oder spielenden Kindern im Schnee - ohne dass deutlich auf den enthaltenen Alkohol hingewiesen werde. Nur wer die teils sehr klein gedruckte Zutatenliste studiere, erfahre, dass zum Beispiel Calvados, Eierlikör, Gin, Grappa, Kirschwasser, Rotwein, Rum, Weinbrand oder Wodka in den Süßigkeiten stecke - bei der Stichprobe insgesamt fast 30 verschiedene Alkoholika.

Zwar gebe es über die Zutatenliste hinaus keine Kennzeichnungspflicht, räumt die Verbraucherzentrale ein. Dennoch hält sie es für verantwortungslos und unvertretbar, "Lebensmittel, die von ihrer Aufmachung her eindeutig Kinder ansprechen, mit hochprozentigen Zutaten ohne einen klaren Hinweis in den Handel zu bringen".

Erst kürzlich hatte die Bremer Verbraucherzentrale auch vor Süßigkeiten-Sprays mit Zitronensäure gewarnt. Diese sogenannten "Spray Candys" aus China seien ein "riskanter Quatsch". Die enthaltene Zitronensäure dürfe auf keinen Fall in die Augen gelangen.

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