Ärzte Zeitung online, 08.12.2009

Geldstrafe für Präsidenten wegen eines Schlucks Sekt

BELGRAD (dpa). Teurer Schluck: Der serbische Präsident Boris Tadic muss eine Geldstrafe von 40 000 Dinar (416 Euro) zahlen, weil er in einem Sportstadion ein Glas Sekt getrunken hat. Zur gleichen Strafe verurteilte ein Belgrader Amtsrichter auch die serbische Sportministerin und den Vorsitzenden des Stadtparlaments von Belgrad, wie die Zeitung "Vecernje novosti" am Dienstag berichtete.

Die Polizei hatte gegen Tadic und seine Begleiter Anzeige erstattet, weil sie in dem Sportstadion Alkohol getrunken hatten. Der Präsident und die Mitangeklagten hatten am 10. Oktober mit einem Glas Sekt den Sieg der serbischen Fußballnationalmannschaft über Rumänien und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 gefeiert.

Der Ausschank und das Trinken von Alkohol in Sportstadien sind in Serbien jedoch verboten. Tadic und die beiden Mitangeklagten hatten sich vor einer Woche für schuldig erklärt und gesagt, dass sie nicht gewusst hätten, dass schon ein einziger Schluck Alkohol während eines Trinkspruchs strafbar sei.

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