Ärzte Zeitung online, 10.12.2009

Berliner Charité schafft verschultes Medizinstudium ab

BERLIN (dpa). Die Berliner Charité will sich vom Wintersemester 2010/11 an vom stark verschulten deutschen Medizinstudium verabschieden. In einem Modellstudiengang für alle Erstsemester soll es kleinere Lerngruppen statt Massenseminaren geben, kündigte die Charité am Donnerstag an.

Studenten sollen von Anfang an Praxis-Erfahrung bekommen und sich Wissen individueller aneignen können als bisher. Ein Studium generale soll ihnen auch den Blick über den Tellerrand der Medizin hinaus erlauben.

Der neue Modellstudiengang gliedert sich in ein dreijähriges Grundstudium, ein zweijähriges Aufbaustudium und ein Praktisches Jahr. Das neue Studium bezieht viele Erfahrungen aus dem kleinen Reformstudiengang Medizin mit ein, der an der Charité seit mehreren Jahren parallel zur verschulten Ausbildung gelaufen ist. Mit dem neuen Angebot will die Universitätsklinik ihre Studenten besser auf die realen Anforderungen im Arztberuf vorbereiten und in der Lehre Innovationen mit anstoßen.

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