Ärzte Zeitung online, 21.12.2009

Mord nach 17 Jahren durch DNA-Spuren aufgeklärt

BERLIN (dpa). Nach 17 Jahren haben Berliner Ermittler den Mord an einem Hilfsarbeiter aufgeklärt. Die Untersuchung eines alten Hammers auf DNA-Spuren habe zu dem Tatverdächtigen geführt, teilte die Polizei am Montag mit.

Der 44-jährige Türke sitze bereits eine lebenslange Freiheitsstrafe ab, weil er 1992 drei Menschen erschoss. Der Hilfsarbeiter wurde mit seinem eigenen Zimmermannshammer erschlagen. Der 52-jährige Obdachlose war Anfang Mai 1992 tot auf einen Parkbank entdeckt worden.

An dem Tatwerkzeug konnten damals keine Fremdspuren nachgewiesen werden, teilte die Polizei mit. Jetzt sei der Hammer erneut kriminaltechnisch untersucht worden. Dabei fanden sich DNA-Spuren, die nach einem Datenabgleich dem 44-Jährigen zugeordnet werden konnten. Nach Einführung der DNA-Analyse-Datei war im Jahr 2000 der genetische Fingerabdruck des Verurteilten gespeichert worden. Der 44- Jährige habe die Tat zum Teil gestanden, hieß es. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

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