Ärzte Zeitung online, 30.12.2009

Der Rubel rollt - auch für Moskaus Putzkräfte

MOSKAU (dpa). Der Rubel rollt an den russischen Feiertagen in Moskau nicht nur für Geschäftsleute, auch die Reinigungskräfte können dem Kaufrausch der Russen etwas abgewinnen. Sie kehren an den Kassen großer Geschäfte Kopeken- und Rubelmünzen zu hunderten auf, weil sich kein Russe die Mühe macht, herunterfallendes Kleingeld aufzuheben. Vor dem mit großen Geschenken gefeierten Neujahrsfest schoben Putzkräfte am Mittwoch etwa im Einkaufszentrum "Jewropeijski" ein kleines Vermögen mit Besen auf ihre Kehrschaufeln.

Das deutsche Sprichwort "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert" gilt in Russland trotz der verbreiteten Armut wenig. Ältere Menschen bücken sich aber gern auch wegen der kleinen Münzen, mit denen jeder schnell mal ein Brot für 22 Rubel (50 Cent) bezahlen kann. Für die meisten Menschen haben die Kopeken- oder Rubelstücke jedoch keinen Wert. Sie lassen sich das Neujahrsfest mit Kaviar, Wodka und Störfisch umgerechnet viele hunderte Euros kosten. Ein Rubel entspricht umgerechnet etwa zwei Cent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »